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Die aus den letzten beiden Einträgen hier zum Thema Intuition beim Debugging (1,2) resultierende Frage ist nun, was man mit dem Thema jetzt für den konkreten Alltag anfangen kann.
Grundsätzlich bietet Intuition eine Art Abkürzung für die Arbeit eines Softwareentwicklers und kann wesentlich schneller zum Erfolg führen. Das bedeutet, dass man während man sich Schritt für Schritt vom Fehlerbild zur Fehlerquelle durcharbeitet, gern diese Abkürzungen in Anspruch nehmen sollte. Allerdings muss klar sein, dass diese A) ins Nirvana führen können und man damit wieder zurück muss und B) der logische Pfad der Fehlersuche der führende sein muss.
Bei Entwicklern habe ich erlebt, dass diese von einer Abkürzung zur nächsten kamen und damit ohne logischen Leitfaden durch den Code der Applikation mäanderten. Das das fatal und nicht zielführend ist, versteht sich. Richtig eingesetzte Intuition sieht so aus, dass man entlang des logischen Pfades spontane Eingebungen zu Fehlerquellen validiert (!) und bei Miserfolg direkt wieder auf den logischen Pfad springt. Dabei sollte man natürlich nicht jeder Eingebung folgen. Die Validierung dieser ist maßgeblich, da jeder Versuch Zeit kostet und grundsätzlich erstmal ein Schuss ins Blaue ist.
Nicht zu unterschätzen ist, die emotionale Wirkung des Einsatzes von Emotion. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass beim Debugging ständig neue Vermutungen über die Ursache des Fehlers entstehen. Wenn man jeder von dieser folgt, entsteht schnell der Eindruck, dass die Software total unberechenbar (aka crap) ist und sich schwer debuggen lässt. Das frustriert und hat mich nie weiter gebracht.
Weitere Infos, wie Intuition funktioniert finden sich bei Coding Horror.DE. Weiterhin lesbar ist dieser Beitrag über Intuition im Team. Eine allgemeine Übersicht über Intuition hab ich noch in folgendem PDF gefunden.
Tags: Accelerate Debugging, Agiles Projektmanagement, Code Styling, Coders best practice, Coding, Developer, Intuition, Kognitive Prozesse, Optimierung IT Projekt, Software Development
This entry was posted on Tuesday, December 8th, 2009 at 10:02 am and is filed under Agile Software Development, Coders best practice. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.